Übernahme: Daimler steigt in den Payment-Sektor ein

19.01.2017 16:50

Der Autobauer Daimler arbeitet an seiner Digitalisierung und schlägt zu diesem Zwecke auch neue Wege ein: Das Unternehmen hat nun den Bezahldienstleister Paycash übernommen. Mit dieser Entwicklung wagt das Unternehmen nicht nur den Schritt aufs Payment-Parkett, sondern erweitert zugleich seine bisherigen Mobilitätsservices.
Daimler wagt den Schritt in bislang unbekannte Gefilde: Der Autobauer übernimmt den Bezahldienstleister Paycash und taucht somit in die Welt des mobilen Bezahlens ein. Wie viel Geld Daimler für den Zukauf auf den Tisch legen musste, wurde nicht geäußert. Fest steht jedoch: Im Zuge der Übernahme soll eine Umbenennung stattfinden – der Dienst nennt sich laut Heise künftig Mercedes pay.
Dabei scheint Daimler den Dienst nicht zu irgendeinem Randservice machen zu wollen, sondern große Erwartungen und Ansprüche an das neue Projekt zu haben. Er sei, so Heise weiter, ein „elementarer Bestandteil“ der Digitalisierungsstrategie, die man im Hause Daimler verfolgt.
Doch warum kauft ein Automobilhersteller wie Daimler eigentlich einen Payment-Dienst? – Kunden des Automobilherstellers sollen Mercedes pay künftig nutzen können, um via Smartphone zu bezahlen. Dabei scheint es jedoch nicht um alltägliche Einkäufe im stationären Handel zu gehen, sondern um die Bezahlung von Daimler-eigenen Dienstleistungen.
„Unsere Kunden können mittels 'Mercedes pay' unsere Mobilitäts- und Dienstleistungsservices ganz einfach per Smartphone bezahlen“, kommentiert Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial Services, Klaus Entenmann. Im Einzelnen geht es zum Beispiel um die Bezahlung von Diensten wie dem Carsharing-Service Car2go, die Taxi-App Mytaxi oder auch die Finanzierung und das Leasing von Fahrzeugen aus dem Hause Daimler. Auch künftige Projekte und Services würden aller Voraussicht nach mit dem Payment-Dienst gekoppelt. Den Vorteil bei der Nutzung von Mercedes pay sieht Daimler dahingehend, dass Kunden ihre Bezahldaten nur einmal hinterlegen müssten.
    Geschrieben von Tina Plewinski

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