Ebay

11.05.2017 17:10
Ebay Frühjahrsupdate 2017: Diese Neuerungen kommen auf Händler zu.
Ebay hat sein alljährliches Frühjahrsupdate, das Seller Release 17.1, angekündigt. Wir erklären, was sich für Händler ändert.
Ebay-Händler müssen sich auf einige Änderungen einstellen, die Auswirkungen auf ihre Sichtbarkeit auf dem Marktplatz haben werden. Wie Ebay heute im Zuge seines Frühjahrsupdates bekannt gegeben hat, will man etwa den Retourenprozess kundenfreundlicher gestalten und Händler, die das umsetzen, sogar belohnen. Heißt im Klartext: Die Angebote von Händlern, die ihren Kunden kostenlose Retouren und großzügigere Rücknahmefristen anbieten, werden ab Sommer 2017 mit höherer Sichtbarkeit begünstigt. Ebay wird zudem neue Suchfilter einführen, um Kunden das Auffinden entsprechender Angebote zu erleichtern.
Gleichzeitig, so hebt Ebay hervor, will man auch die Händler vor Kunden schützen, die Retourenmissbrauch betreiben. So werde man auf eine verbesserte Identifikation von Käufern setzen, die die Retourenregelungen missbrauchen. Darüber hinaus will Ebay auch präventiv agieren und so gegen Kunden vorgehen, die Retourenmissbrauch betreiben, bevor diese einen Kauf durchführen können.
Ebay fordert von Händlern die Nutzungsrechte für Bilder
Wichtige Änderungen gibt es auch hinsichtlich der Verkäuferstandards: Händler, deren Ware verspätet beim Kunden ankam, mussten bisher mit einer Abwertung ihres Verkäuferstatus' rechnen. Hier will Ebay nachbessern und macht ab Mai 2017 nicht mehr den Zeitpunkt der Zustellung, sondern den Zeitpunkt des Versands ausschlaggebend. Händler müssen sich zudem „um die Klärung des Problems mit dem Käufer bemüht“ haben, um keine Strafen zu fürchten.
Zudem wird die Quote der nicht fristgerecht verschickten Artikel für Verkäufer mit Top-Bewertung ab August 2017 von vier auf drei Prozent gesenkt – Grund dafür ist, dass der Großteil der Händler diese Quote ohnehin erfüllt und man so für etwas Entlastung sorgen wolle.
Auch bei der Bildnutzung wird sich einiges tun: Da Ebay im Zuge seiner Nutzung von strukturierten Daten kuratierte Kategorieseiten für seine Artikel anlegt und mithilfe des Katalogs die Sichtbarkeit der Angebote in Zukunft verbessern will, wird das Unternehmen die Nutzungsrechte an den Artikelbildern und den Produktinformationen von den Händlern einfordern. Auf vielen internationalen Marktplätzen des Unternehmens gilt diese neue Regelung ab Juli, in Deutschland wird sie erst ab Herbst 2017 umgesetzt werden.
Keine Kontaktinformationen in der Produktbeschreibung mehr.
Darüber hinaus hat Ebay nochmals an die Abschaltung der aktiven Inhalte in den Produktbeschreibungen erinnert. Das Unternehmen hatte diese Änderung schon seit Frühling 2016 angekündigt. Zudem wird es einige Änderungen geben, die zur Verbesserung der Produktbeschreibungen dienen sollen: Ab September 2017 ist es den Ebay-Händlern nicht mehr gestattet, Kontaktinformationen in Artikelbeschreibungen, Bilder, im Verkäuferprofil oder in ihren Ebay-Shops einzubinden.
Dazu zählen unter anderem Telefonnummern, Faxnummern, E-Mail-Adressen und Links zu Profilen in sozialen Netzwerken. Händler und Kunden sollen künftig nur noch die Nachrichten-Tools von Ebay nutzen, um in Kontakt zu treten. Damit Händler weiterhin einen telefonischen Kundenservice anbieten können, wird Ebay ab diesem Sommer eine neue Funktion einrichten. Käufer können dann über den Link „Frage stellen“ die Telefonnummer eines Servicetelefons des Händlers erfragen.
Zudem wird Ebay ab September keine Einbettung von externen Links erlauben. Nur für Produktvideos und rechtlich erforderliche Informationen sei das dann noch gestattet. Extern gehostete Bilder und CSS-Dateien seien von dieser Änderung nicht betroffen, versichert das Unternehmen.
Ebay hat also einige Neuerungen verkündet, die nicht mehr den Umfang früherer Updates zu haben scheinen, aber trotzdem große Auswirkungen auf den Marktplatz-Handel haben werden und doch einige Anpassungen von den Händlern erfordern – mehr dazu lesen Sie in unserem Kommentar.
Geschrieben von Michael Pohlgeers

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