Google Links

03.01.2017 08:49

Mit seinem sogenannten „Transparency Report“ gewährt Google jedes Jahr einen Blick hinter die Kulissen und nennt Details seiner Arbeit. Im Zuge des neuen Berichts wird vor allem eines klar: Die Menge an Anträgen, bei denen es um die Löschung von Links geht, hat inzwischen ein gigantisches Ausmaß angenommen. Allein 2016 musste Google rund 914 Millionen Links löschen. Ein wahrer „Lösch-Irrsinn“, wie der GoogleWatchBlog diese Entwicklung bezeichnet.

Google: Löschung von Links ist kostenintensiv

Um die Masse an Anträgen überhaupt bewältigen zu können, bedient sich Google verständlicherweise auch spezieller Automatismen. Dennoch müsse jede eingereichte URL „von einem Menschen aus Fleisch und Blut überprüft“ werden, so das Portal weiter. Mit der Löschung von Links geht demzufolge der Einsatz enormer personeller und finanzieller Ressourcen einher.

Die knapp eine Milliarde gelöschten Links führten übrigens zu über 350.000 verschiedenen Webseiten. Doch wer sind eigentlich die Nutzer, die die Löschung von Links beantragen? Ein großer Teil der Löschanträge wird laut Transparency Report von Playern aus der Medienindustrie gestellt. An vorderster Front stehe dabei ein nicht näher genannter britischer Verband, gefolgt von namhaften Unternehmen wie Warner Music und Paramount Pictures, Microsoft, Sony oder auch Disney.

Links: Die Flut der Löschanträge nimmt zu

Und es zeigt sich, dass die Zahl der Löschanträge in der Vergangenheit gravierend angewachsen ist: „Noch vor einem Jahr lag die Anzahl bei ‚nur‘ 558 Millionen Anträgen und noch ein Jahr zuvor waren es sogar nur 345 Millionen Links“, schreibt der GoogleWatchBlog weiter. Es kann also durchaus davon ausgegangen werden, dass die Flut der Link-Löschungen auch in diesem Jahr noch einmal anwächst.

Um die Zahl der Anträge dennoch in Schach zu halten und diese nicht weiter ausufern zu lassen, habe Google mittlerweile auch Maßnahmen ergriffen. Webseiten, von denen Tausende Links gelöscht wurden, werden mittlerweile vom Suchmaschinenriesen herabgestuft, sodass sie in den Suchergebnissen nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten können.

Geschrieben von Tina Plewinski

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