Verweigert Web.de Kündigungen? Aboalarm erhebt schwere Vorwürfe

07.02.2017 18:24

Web.de soll Kündigungsschreiben nicht hinnehmen, die von Aboalarm erstellt wurden. So lautet der aktuelle Vorwurf des Verbraucherportals, weswegen Aboalarm nun gegen den Web-Dienst vorgeht. Auch rechtliche Schritte könnten folgen.
Die Seite Web.de erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Laut Statista befand sich dessen E-Mail-Dienst im Jahr 2015 mit 25,8 Prozent ganz knapp hinter GMX unter den beliebtesten Anbietern auf Platz zwei. Nun droht Web.de jedoch Ärger, denn das Verbraucherportal Aboalarm will nach Berichten von t3n anscheinend rechtliche Schritte gegen Web-Dienst vornehmen. Der Grund: Das Unternehmen soll die von Aboalarm ausgelösten Kündigungen nicht hinnehmen.

Aboalarm bietet seinen Kunden im Grunde genommen an, Verträge fristgerecht zu kündigen, doch einige Anbieter wollen anscheinend die Kündigungsvorlagen, die Aboalarm anbietet, nicht hinnehmen – so auch in diesem speziellen Fall. Das entsprechende Schreiben liegt t3n vor. Dort heißt es unter anderem: „Aus Sicherheitsgründen können wir Ihr Kündigungsschreiben von Aboalarm leider nicht akzeptieren. Gerne teilen wir Ihnen mit, wie es jetzt weitergeht.“
Aboalarm vs. O2

Zusätzlich soll der Kunde im Anschluss dazu aufgefordert werden, das Schreiben per Post, Fax beziehungsweise E-Mail zu verschicken – und das, obwohl die Kündigung ursprünglich sogar bereits per Fax verschickt wurde. „Hier werden unsere Nutzer verunsichert und in die Irre geführt, denn die Kündigungen sind rechtlich wirksam – unabhängig davon, ob Web.de das akzeptiert oder nicht“, erläutert Bernd Storm van‘s Gravesande, Geschäftsführer und Mitgründer von Aboalarm, gegenüber t3n. Falls Web.de nicht einlenkt, will Aboalarm vor Gericht gehen, so Storm van’s Gravesande.

Anfang des vergangenen Jahres hatte das Verbraucherportal bereits ähnlichen Ärger mit dem Telekommunikationsanbieter O2 beziehungsweise dem Mutter-Unternehmen Telefónica, wie zum Beispiel bei ComputerBild zu lesen ist. Hier verschickte O2 sogar eine Kündigungsbestätigung, buchte jedoch weiterhin Gebühren vom Kunden ab. Letztendlich konnte sich der Kunde durchsetzen – blieb dafür aber auf die Inkassogebühren sitzen.
    Geschrieben von Christian Laude


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